RAVE

Besprechung auf Forschungsplattform FINO 1
© BMWi/Holger Vonderlind
RAVE

RAVE steht für "Research at alpha ventus" und wurde im Zusammenhang mit dem Bau des ersten Hochsee-Windparks in deutschen Gewässern, alpha ventus, als Forschungsinitiative des Bundesumweltministeriums (BMUB) ins Leben gerufen. Die Initiative begleitet das gesamte Projekt und sammelt wichtige Erkenntnisse und Informationen bezüglich der weiteren kommerziellen Nutzung der Offshore-Windenergie.

In den unterschiedlichen Teilprojekten konnten bereits wichtige Ergebnisse der Forschungsarbeit präsentiert werden. So konnte erstmals das Kolkungsproblem an komplexen Offshore-Gründungsstrukturen in der Praxis analysiert werden. Aufgrund der Komplexität, beispielsweise bei Tripod-Strukturen, können Kolkstellen auch im nahen Umfeld und nicht nur an den Gründungspfählen selbst entstehen.

RAVE umfasst 27 Forschungsprojekte

Das Verbundprojekt RAVE besteht aus verschiedenen Teilprojekten, die jeweils von unterschiedlichen Behörden, Instituten, Hochschulen oder Unternehmen koordiniert werden. Als zentrale Einrichtungen sind hier neben dem Fraunhofer-IWES u.a. das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das Forschungszentrum ForWind oder die Universität Hannover zu nennen. Stand Anfang 2012 werden vom BMUB 27 Projekte gefördert. Folgende Forschungsgebiete werden dabei abgedeckt (mit aktuellen Beispielprojekten):

  • Betrieb ,Koordination und Messtechnik (3 Querschnittsprojekte):
    RAVE – alpha ventus: Entwicklung, Errichtung und Betrieb

  • Gründungs- und Tragstrukturen (4 Forschungsprojekte):
    RAVE – Gigawind alpha ventus: Ganzheitliches Dimensionierungskonzept für OWEA - Tragstrukturen

  • Anlagentechnik und Monitoring (11 Forschungsprojekte):
    RAVEOffshore WMEP: Monitoring der Offshore-Windenergie in Deutschland

  • Netzintegration (1 Forschungsprojekt):
    RAVE – Netzintegration

  • Ökologie, Akzeptanz und Sicherheit (8 Forschungsprojekte):
    RAVE – Betriebsschall: Analyse der Schalleffekte durch den Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen (OffWEA) und deren Einfluss auf die Meeresbewohner


RAVE wurde aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2002 gegründet. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) stellt insgesamt rd. 50 Mio. Euro für das Forschungs-Projekt zur Verfügung. Sowohl Anlagenhersteller, als auch zahlreiche Forschungsinstitute und Hochschulen sind an der Forschungsinitiative beteiligt. Die Koordination liegt beim Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) mit Sitz in Kassel und Bremerhaven.