Forschungszentren

Planung eines Windparks durch die wpd AG in Bremen.
© BMWi/Holger Vonderlind
Forschungszentren

In Deutschland gibt es zahlreiche universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die im Bereich der Offshore-Windenergie aktiv sind. Daneben sind auch Forschungsverbünde mit den verschiedenen Kompetenzen in den Arbeitsfeldern der Offshore-Forschung tätig. Wegweisend für die Forschung sind dabei verschiedene Forschungskooperationen. Nachfolgend werden mit dem Fraunhofer IWES, dem DEWI und den Forschungsverbünden ForWind und CEWind ausgewählte Zentren der Offshore-Forschung exemplarisch vorgestellt.

Fraunhofer IWES

Im außeruniversitären Bereich zählt u.a. das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) zu den wichtigen Einrichtungen. Das Institut ist 2009 aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik (CWMT) in Bremerhaven sowie dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel hervorgegangen. Das IWES bearbeitet in seinen Forschungsprojekten nahezu alle Forschungsgebiete der Offshore-Windenergie. Im Zentrum stehen insbesondere Prüfverfahren für Offshore-Materialien. So besitzt das IWES neben zwei Prüfständen für Rotorblätter auch eine spezielle Offshore-Testkammer, welche die klimatischen und mechanischen Verhältnisse für den Offshore-Betrieb simuliert. Darüber hinaus arbeitet das Institut in den Kompetenzzentren Rotorblatt und Maritime Strukturen & Anlagen eng mit Fachleuten aus dem privaten und öffentlichen Bereich an der Weiterentwicklung der Offshore-Technik. Außerdem hat das IWES die Koordination der Forschungsinitiative RAVE im Zusammenhang mit dem Offshore-Testfeld alpha ventus übernommen.

ForWind

Im Bereich der universitären Forschung ist das Zentrum für Windenergieforschung ForWind ein wichtiger Akteur. ForWind ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen. Über 20 Institute der Hochschulen sind in dem Forschungsverbund organisiert. Die Offshore-Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen der Tragstrukturen (Kolkschutz, Lebensdauerprognosen), der Netzintegration und der Windleistungsvorhersage. Außerdem arbeiten die Forscher an der Verbesserung der Maschinen- und Rotortechnik für Windenergieanlagen. ForWind ist ebenfalls in die Forschungsaktivitäten im Rahmen von RAVE eingebunden. Außerdem ist der Forschungsverbund an Forschungsprojekten zu den Windparks Baltic 1 und BARD Offshore 1 beteiligt.

EEK.SH

Eine weitere Forschungs-Kooperation ist das Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH), ein Verbundprojekt der Hochschulen des Landes Schleswig-Holstein. Das Kompetenzzentrum bündelt Forschungen in den Bereichen erneuerbare Energien und Querschnittsthemen wie Systemintegration und Speicherung.

DEWI

Ein weiterer zentraler Akteur in der Offshore-Forschung ist das Deutsche Windenergieinstitut (DEWI) mit Sitz in Wilhelmshaven. Durch die im Jahr 2003 gegründete Tochtergesellschaft DEWI-OCC Offshore and Certification Centre GmbH in Cuxhaven entwickelte sich eine weitere zentrale Anlaufstelle für die Offshore-Industrie. Das DEWI-OCC ist eine Zertifizierungsstelle für Offshore-Windenergieanlagen und deren Komponenten. Darüber hinaus ist das Institut an mehreren Offshore-Forschungsprojekten beteiligt. So ist das DEWI für die meteorologischen Messungen an der Offshore-Forschungsplattform FINO 1 beteiligt.