IEA – erneuerbare Energien

Die Internationale Energieagentur – IEA

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine 1973 gegründete Organisation mit 29 Mitgliedstaaten, welche sich auch für die zuverlässige Bereitstellung von sauberer und bezahlbarer Energie einsetzt.

Im Bereich der erneuerbaren Energien hat die IEA in den letzten Jahren zahlreiche Veröffentlichungen publiziert. Die Analysen umfassen beispielweise die Untersuchung von Wirksamkeit und Kosteneffizienz von Politiken zur Förderung erneuerbarer Energien, oder die Analyse von Potenzialen und Herausforderungen zur Integration großer Mengen erneuerbarer Energien in die Energiesysteme einzelner Länder. Auch „Technologie-Roadmaps“ zu erneuerbaren Energien und Analysen von Erneuerbaren-Märkten werden von der IEA veröffentlicht.

Im Mai 2013 hat die IEA die „Länderprüfung Deutschlands“ vorgestellt, eine ca. alle 5 Jahre für jeden IEA-Mitgliedsstaat durchgeführte Analyse der gesamten Energiepolitik, die in verschiedene Empfehlungen mündet. Deutschlands Energiewende wurde hierbei überwiegend gewürdigt, und im Bereich erneuerbare Energien wurden die großen Erfolge des EEG einerseits wie auch die Notwendigkeit seiner künftigen Reform zu mehr Kosteneffizienz und Marktintegration andererseits hervorgehoben.

Das Bundeswirtschaftsministerium ist im IEA-Mitgliedstaatengremium zu erneuerbaren Energien (Renewable Energy Working Party - REWP) vertreten. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der IEA und der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien – IRENA wird durch ein im Januar 2012 geschlossenes Partnerschaftsabkommen der beiden Organisationen sichergestellt.

Das IEA Implementing Agreement - RETD

Auf Initiative des BMU wurde 2005 das IEA Durchführungsabkommen (Implementing Agreement) „Renewable Energy Technology Deployment (RETD)“ geschlossen. RETD zählt aktuell neun Mitgliedstaaten (Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Japan, , Norwegen, Großbritannien). RETD ist unter den Implementing Agreements der IEA zu erneuerbaren Energien das einzige technologieübergreifende Abkommen. In dieser Funktion unterstützt RETD die großflächige Markteinführung aller Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien und widmet sich Querschnittsfragestellungen wie den Kriterien erfolgreicher Kommunikations-Kampagnen zu erneuerbaren Energien, den Finanzierungsinstrumenten von erneuerbaren Energien oder den möglichen Rohstoff-und Kapazitätsengpässen, die bei fortgesetztem Wachstum der erneuerbaren Energien auftreten können.

Darüber hinaus kommentiert RETD die Szenarien-Arbeit der IEA zu erneuerbaren Energien und veranstaltet internationale Workshops, oftmals in Partnerschaft mit der IEA-REWP oder IRENA.