Ziele

Windsack; Schiff im Hintergrund
© BMWi/Holger Vonderlind
Ziele

Die Energiewende ist eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte unserer Zeit. Der Umbau unseres Energiesystems ermöglicht den Ausstieg aus der Kernenergie, macht Deutschland unabhängiger vom Import fossiler Rohstoffe und reduziert den CO2-Ausstoß. Bis 2050 sollen erneuerbare Energien 80 Prozent unserer Stromversorgung decken. Zudem steht die Energiewende für die Modernisierung unserer Industriegesellschaft und schafft durch Innovationen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Damit die Generationenaufgabe zu einer ökologischen und ökonomischen Erfolgsgeschichte wird, muss Energie bezahlbar und sicher bleiben. Nur so bleibt auch der Industriestandort Deutschland wettbewerbsfähig.

Ausbauziele der Bundesregierung

Die Offshore-Windenergie stellt dabei einen wichtigen strategischen Baustein in der Energie- und Klimapolitik Deutschlands dar. So sollen gemäß den Zielen der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 6.500 MW und bis zum Jahr 2030 in deutschen Gewässern 15.000 MW Windenergieleistung errichtet werden. Die Reform des Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) von 2014 hat diese Ausbauziele aufgegriffen. Sie schafft durch eine Steuerung des Ausbaus bis 2030 zugleich Planungssicherheit für eine Industrialisierung der Offshore-Windenergie. Diese verbindlichen Vorgaben machen die Kosten für den Verbraucher abschätzbar und geben sowohl Betreibern als auch Investoren Planungssicherheit.

Besondere Herausforderungen in Deutschland: Windenergie auf hoher See

Die Umsetzung der Offshore-Ziele bringt gerade durch die besonderen Umstände in Deutschland einige Herausforderungen mit sich. Mit Rücksicht auf den Natur- und Umweltschutz sowie das Landschaftsbild an den Küsten von Nord- und Ostsee wird die überwiegende Mehrzahl der Offshore-Projekte in deutschen Gewässern in großer Entfernung zur Küste geplant und errichtet.

Aufgrund der größeren Küstenentfernungen ergeben sich so komplexere technische Herausforderungen, als dies bei küstennahen Windparks der Fall wäre, wie sie in anderen europäischen Ländern errichtet werden. Dies betrifft etwa den Netzanschluss, der aufgrund der höheren Küstenentfernung technisch anspruchsvoller ist, oder auch die Finanzierung, die aufgrund dieser höheren technischen Risiken schwieriger sicherzustellen ist. Aber auch Errichtung und Wartung sind aufwendiger als für küstennahe Projekte. Folglich stellen insbesondere Fragen nach dem Anschluss der Hochsee-Windparks an das deutsche Stromnetz und der Finanzierung der Projekte aktuell große Herausforderungen für die Industrie dar. Die so noch nicht da gewesenen technischen Herausforderungen der Offshore-Windenergie-Nutzung in Deutschland und die übergreifende Zuständigkeit verschiedener Bundes- wie auch Landesministerien und -behörden erfordern einen intensiven Austausch und eine Koordinierung zwischen allen beteiligten Akteuren, um die Vorteile der Offshore-Windenergie für die deutsche Stromversorgung ebenso zu nutzen wie die Chancen, die die neue Technologie für die deutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt bietet.