Nationale Ausschreibungen und Ergebnisse

Ausschreibungen und Ergebnisse für Solaranlagen 2017

In Deutschland tragen netzgekoppelte Photovoltaik-Anlagen maßgeblich zur Stromversorgung bei und werden mit dem EEG gefördert. Am 12. Dezember 2016 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die erste Ausschreibung für Solaranlagen nach den neuen Regelungen des EEG 2017 gestartet. Danach wird die Vergütung für Photovoltaik-Anlagen ab einer Leistung von 750 Kilowatt (kW) durch Ausschreibungen ermittelt. Investoren können ihre Gebote zu den jeweils von der BNetzA angekündigten Gebotsterminen bei der BNetzA abgeben. Gebote mit dem niedrigsten Betrag erhalten den Zuschlag. Solaranlagen unterhalb einer Leistung von 750 kW werden weiterhin über gesetzlich festgelegte Vergütungen gefördert. Die Ausschreibungen orientieren sich an den Erfahrungen, die von 2015 bis 2016 im Rahmen der Pilotausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen gesammelt wurden. Im Durchschnitt sind bisher 95 Prozent der Gebote, die Anfang 2015 einen Zuschlag für eine staatliche Förderung erhalten haben, innerhalb der zweijährigen Realisierungsfrist umgesetzt und die entsprechenden PV-Freiflächenprojekte in Betrieb genommen worden.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Solaranlagen nach dem EEG 2017:

Ausschreibungen 2017Solaranlagen
Gebotstermin1. Februar 20171. Juni 20171. Oktober 2017
Anzahl der eingegangen Gebote97133110
mit Gebotsvolumen488 MW646 MW754 MW
Ausgeschlossene Gebote9176
Niedrigster Gebotswert6,00 ct/kWh5,34 ct/kWh4,29 ct/kWh
Anzahl der bezuschlagten Gebote383220
bezuschlagtes Gebotsvolumen200 MW201 MW222 MW
Niedrigster Zuschlagswert6,00 ct/kWh5,34 ct/kWh4,29 ct/kWh
Höchster Zuschlagswert6,75 ct/kWh5,9 ct/kWh5,06 ct/kWh
Durchschnittlicher Zuschlagswert6,58 ct/kWh5,66 ct/kWh4,91 ct/kWh

Weitere Details zum Ausschreibungsergebnis können Sie der Internetseite der Bundesnetzagentur entnehmen.