Windenergie an Land

Windenergie: Strommast zwischen Windkrafträdern
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Bund-Länder-Initiative Windenergie

Während in den vergangenen Jahren die Nutzung der Windenergie an Land wesentlich zur Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen beigetragen hat, sollen zukünftig verstärkt Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee zur Stromerzeugung in Deutschland beitragen. Windenergie an Land wird ihre bedeutende Rolle jedoch behalten, da sie kurz- und mittelfristig das kostengünstigste Ausbaupotenzial im Bereich der erneuerbaren Energien darstellt. Der Ausbau der Windenergie erfolgt neben der Installation neuer Windparks auch durch das Repowering, d.h. alte, weniger leistungsfähige Anlagen werden durch neue und leistungsstärkere ersetzt.

Dabei wird der weitere Ausbau der Windenergie an Land stärker durch die begrenzten Flächen, die für den Ausbau der Windenergie zur Verfügung stehen, bestimmt als durch eine Änderung der EEG-Vergütung. Die Bundesregierung hat daher in ihrem Energiekonzept vom September 2010 beschlossen, zusammen mit den Ländern eine Initiative auf den Weg zu bringen, die durch eine Weiterentwicklung der Raumordnungspläne die Ausweisung ausreichender Flächen für neue Windenergiegebiete ermöglicht.

Im Mai 2011 ist die Bund-Länder-Initiative Windenergie (BLWE) erstmals zusammengetreten und trifft sich seitdem im regelmäßigen Turnus. An der Initiative nehmen in der Regel die für die Windenergie und Raumordnung zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ministerien des Bundes und der Länder teil.

Die Bund-Länder-Initiative setzt sich u.a. mit folgenden Fragen auseinander:

  • Informations- und Erfahrungsaustausch über aktuelle Entwicklungen in Bund und Ländern
  • Diskussion bestehender Abstandsregelungen z.B. zu Siedlungen, Schutzgebieten und Infrastruktureinrichtungen
  • Sammlung guter Beispiele zur Ausweisung neuer Eignungs- und Vorranggebiete auf der Ebene der Regional- und Bauleitplanung
  • Diskussion von Kriterien zur Nutzung der Windenergie in verschiedenen Naturräumen
  • Zusammenstellung von Maßnahmen zur Erleichterung des Repowering
  • Vorstellung aktueller Forschungsvorhaben und Initiierung neuer Vorhaben
  • Gegebenenfalls Vorbereitung von Empfehlungen für Ministerkonferenzen