6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Mann arbeitet an Sonnenkollektoren, Quelle: BMWi/ Maria Parussel
© BMWi/ Maria Parussel

Forschung und Entwicklung sind ein wichtiges strategisches Element für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und für das Erreichen der globalen Klimaschutzziele. Die Bundesregierung strebt an, die Anteile der erneuerbaren Energien auf 35 % des Stromverbrauchs und 18 % des Endenergieverbrauchs im Jahr 2020 zu steigern, 2050 sollen dann 80 % bzw. 60 % erreicht werden. Die Energieeffizienz soll massiv gesteigert, der Energieverbrauch bis 2050 halbiert werden. Diese Ziele wurden im Energiekonzept festgelegt. Der Beschluss, bis 2022 aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen, erfordert eine rasche Umsetzung der Energiewende, auch im Bereich der Energieforschung.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms anwendungsorientierte Forschungsprojekte zu Windenergie, Photovoltaik und zur Integration erneuerbarer Energien in Deutschlands zukünftiges regeneratives Energiesystem. Ebenfalls werden Projekte in den Bereichen Niedertemperatur-Solarthermie, Solarthermische Kraftwerke, Geothermie, Querschnittsfragen der erneuerbaren Energien sowie Wasserkraft- und Meeresenergie gefördert. Die Bandbreite der in den Technologiebereichen geförderten Forschungsaspekte ist in der Förderbekanntmachung zum 6. Energieforschungsprogramm dargestellt. Diese grundlegende Förderbekanntmachung wird in besonderen Fällen ergänzt durch eng umrissene und zeitlich begrenzte Förderbekanntmachungen zu ausgewählten Schwerpunkten. Geeignete Projektvorschläge werden in einem zweistufigen Antragsverfahren ausgewählt.

Die Förderung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, dass sich erneuerbare Energien erfolgreich am Markt behaupten können, indem die Technologien konsequent weiterentwickelt werden und die Preise für Herstellung und Anwendung kontinuierlich gesenkt werden. Die ersten Erfolge stellen sich ein: im Jahr 2013 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch Deutschlands bereits rund 25 %. Mit einer möglichst technologieoffenen Förderung soll gewährleistet werden, dass die Unternehmen die wettbewerbsfähigsten Technologien entwickeln.

Die Bundesregierung hat die Energiewende zu einem der wichtigsten Themen der nächsten Jahrzehnte gemacht. Dies spiegelt sich auch im deutlichen Mittelzuwachs für die Förderung von Forschung und Entwicklung wider.

Das BMWi verfolgt mit seiner Forschungsförderung klare Ziele:

  • Den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben,
  • die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und Forschungsinstitute im Bereich der erneuerbaren Energien zu stärken und
  • neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.

Durch Forschungsförderung trägt das BMWi dazu bei, dass

  • die Kosten für erneuerbare Energien kontinuierlich sinken,
  • die Energiesysteme insgesamt optimiert werden und
  • der Ausbau erneuerbarer Energien umwelt- und naturverträglich erfolgt.

Die vom BMWi geförderten Projekte werden vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut. Einen Überblick über die im Laufe des Jahres 2012 geförderten Projekte bietet der Jahresbericht 2012 "Innovation durch Forschung". Der Jahresbericht 2013 erscheint in Kürze.

Neben dem BMWi fördern folgende Bundesministerien Forschung und Entwicklung im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms: