Gruppe der 7/20 (G7 und G20)

Die internationalen Zusammenschlüsse der G7 und G20 suchen gemeinsame Lösungen für energiepolitische Probleme.

Die Gruppe der 7

Mit den USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Kanada haben sich 1975 erstmals wirtschaftlich und politisch führende Nationen der Welt in einem informellen Forum der Staats- und Regierungschefs ("Gruppe der Sieben", kurz G7) zusammengeschlossen, um sich ihrer Verantwortung für globale Schlüsselfragen zu stellen und aktiv dazu beizutragen, konstruktive Antworten zu entwickeln. 1998 stieß auch Russland dazu ("Gruppe der Acht", kurz G8). Seit der Krise zwischen Russland und der Ukraine treffen sich wieder die G7. 

Zu jedem Gipfel wird eine Gipfelerklärung (Kommuniqué) mit den wichtigsten Ergebnissen verabschiedet. Neben den Treffen der Staats- und Regierungschefs finden unter jeder Präsidentschaft auch Fachministertreffen statt. Im Mai 2014 wurde – aufgrund der Krise zwischen Russland und der Ukraine – seit langer Zeit zum ersten Mal wieder ein Treffen der G7-Energieminister einberufen.

Unter deutscher Präsidentschaft haben im Mai 2015 auf Einladung von Bundeswirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel die Energieminister der G7-Staaten in einem eigenen Energieministerprozess über die Sicherung der nachhaltigen Energieversorgung beraten.

Im Mittelpunkt des Gipfels stand die Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung. Als Gastgeberin der Gespräche zeigte die deutsche G7-Präsidentschaft, dass eine nachhaltige und gesicherte Energieversorgung ein Chance für Innovation, Wirtschaftskraft und Technologiefortschritt ist. Bei ihrem vorangegangenen Treffen 2014 verständigten sich die G7-Energieminister in der G7 Rom-Energie-Initiative bereits auf Maßnahmen zur Verbesserung der Energiesicherheit (insbesondere der Gasversorgungssicherheit) verständigt. Diesen Dialog über Energiesicherheit führt die deutsche G7-Präsidentschaft fort und entwickelt ihn weiter: Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, wie Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz bei der Energieversorgung miteinander vereinbart werden kann. Eine wichtige Rolle spielen dabei Themen wie Energieeffizienz, die Förderung von innovativen Technologien wie Offshore-Windenergie und die Sicherheit von Stromsystemen mit einem hohen Anteil von erneuerbaren Energien. Während des zweitägigen Energieministergipfels haben die G7-Energieminister die G7-Hamburg-Initiative für Nachhaltige Energiesicherheit beschlossen und in einem gemeinsamen Kommuniqué der G7-Energieminister (PDF: 162 KB) festgehalten.

Anfang Mai 2016 haben sich die G7-Energieminister erneut getroffen, unter japanischer G7-Präsidentschaft in Kitakyushu. Auch hier stand das Thema der Energiesicherheit im Fokus, in diesem Jahr in Hinblick auf wirtschaftliches Wachstum. Die G7-Energieminister beschlossen dort die "Kitakyusu Initiative on Energy Security for Global Growth".

Die Gruppe der 20

Wie auch die G7 ist die G20 (Gruppe der 20) ein informelles Forum von Staats- und Regierungschefs. Mitglieder sind  USA, Japan, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, EU, Brasilien, Kanada, Indien, Russland, Australien, Mexiko, Korea, Türkei, Indonesien, Saudi Arabien, Argentinienund Südafrika. Der erste G20-Gipfel fand im Jahr 2008 in Washington statt. Während der ursprüngliche Fokus der G20 auf der Stärkung des internationalen Finanzsystems lag, umfasst die Agenda inzwischen eine große Bandbreite an Themen. Seit 2013 koordiniert die Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit (engl. Energy Sustainability Working Group, kurz ESWG) die energiepolitische Arbeit der G20.

Seit der australischen Präsidentschaft im Jahr 2014 steht das Thema Energieeffizienz durch einen von den G20 beschlossenen "Aktionsplan Energieeffizienz", koordiniert von der International Partnership for Energy Efficiency Cooperation (IPEEC) hoch auf der Agenda. Unter Vorsitz der Türkei waren im Jahr 2015 Themen wie Energiezugang in Subsahara-Afrika, Markttransparenz, erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie Abbau ineffizienter Subventionen für fossile Brennstoffe auf der Agenda der ESWG.

Unter chinesischer Präsidentschaft hat die Diskussion über den Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz weiter zugenommen. Beim G20-Energieministertreffen Ende Juni 2016 in Peking, stand die nachhaltige Energieversorgung im Fokus. Die G20-Energieminister haben verschiedene Aktionspläne verabschiedet, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen, darunter: Einen freiwilligen Aktionsplan zu erneuerbaren Energien, ein G20 Energy Efficiency Global Leading Programme und einen Aktionsplan zu Energiezugang in Asien und im Pazifikraum. Die Abschlusserklärung finden Sie hier.

Seit 1. Dezember 2016 hat Deutschland die G20-Präsidentschaft übernommen. Die Arbeiten in der Arbeitsgruppe zu Energie und Nachhaltigkeit werden auch unter deutscher Präsidentschaft ambitioniert fortgeführt.

Weitere Informationen zur G20 finden Sie hier sowie auf der Website der deutschen Bundesregierung.