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Stand 14.12.11


Repowering

Die Perspektiven für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland liegen neben der Windenergienutzung auf See bei der optimierten Nutzung der Windenergie an Land, insbesondere dem Repowering.

Unter Repowering versteht man den Ersatz älterer kleinerer Windenergieanlagen mit geringerer Leistung, wie sie vor allem in den 90er Jahren errichtet worden sind, durch moderne leistungsstärkere Anlagen der Multimegawattklasse

Durch eine erfolgreiche Umsetzung des Repowering ergeben sich verschiedene Vorteile für alle Beteiligten. Diese bestehen vor allem in

  • einer Steigerung der Energieeffizienz durch die Erhöhung des Energieertrages bei mittelfristig sinkender Anlagenzahl,
  • der damit verbundenen dauerhaften Erhöhung der kommunalen Einnahmen, u.a. durch die Gewerbesteuer und die Schaffung regionaler Arbeitsplätze,
  • einer Entlastung des Landschaftsbildes durch die Beseitigung von Streuanlagen,
  • der Reduzierung von evtl. negativen Umwelteinwirkungen auf Mensch und Natur (z.B. durch verbesserte Anlageneigenschaften und Standortwahl) und
  • eine deutliche Verbesserung der Netzintegration durch günstigere Anlageneigenschaften.

Die Entwicklung des Repowering ist mittel- und langfristig der zentrale Baustein für die Steigerung der Windenergiegewinnung an Land.

Aufgrund zahlreicher Hemmnisse bleibt jedoch die tatsächliche Entwicklung hinter dem Erneuerungspotenzial zurück. Die Hemmnisse können dabei aufgrund der Kompetenzverteilung nur zum Teil durch den Bund angegangen werden, Länder und Kommunen haben in diesem Zusammenhang weitaus umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten.

Zur Unterstützung des Repowering-Prozesses hatte das BMU im Zusammenwirken mit den Ländern bereits in den vergangenen Jahren die Erarbeitung eines Repowering-Leitfadens initiiert. Dieser Leitfaden soll den Planungsträgern in den Ländern und Kommunen Informationen über Möglichkeiten zur planungsrechtlichen Absicherung und Entwicklung eigener Repowering-Strategien übermitteln und gleichzeitig Handlungsstrategien aufzeigen. Um diesen Prozess gestalten zu können, wurde eine zentrale Repowering-Infobörse als Anlaufstelle für Kommunen eingerichtet. Diese Infobörse hat sich die Aufgabe gestellt, Hilfestellung bei kommunalen und planungsrechtlichen Fragen zu leisten und gleichzeitig durch Kontakte sowie über Informationsveranstaltungen als Multiplikator zu wirken.

Mittlerweile existieren viele Informationen zum Stand der Technik sowie zu Handlungsanleitungen bezüglich des Planungsprozesses. Es hat sich aber herausgestellt, dass es in vielen Fällen für eine praxisnahe Anwendung dieser Empfehlungen bspw. unter Zuhilfenahme einer mediativen Begleitung bedarf, um die daraus resultierenden Erfahrungen an nachfolgende Projekte weitergeben zu können. Dies ermöglicht, dass Interessenkonflikte und Akzeptanzprobleme frühzeitig gelöst und damit die Erfolgsaussichten erhöht sowie die Umsetzung von Projekten beschleunigt werden können. Dabei sind neben Praxisbeispielen wie z.B. das energiepolitische Konzept der Gemeinde Wangerland auch die Erfahrungen für die Ausgestaltung der EEG-Förderbedingungen äußerst wichtig, um Über- bzw. Unterförderungen zu vermeiden.

Darüber hinaus können Informationen über die bedarfsorientierte Befeuerung von Windenergieanlagen und den Hemmnisabbau im Zusammenhang mit den Problemen von militärischen Radaranlagen mit WEA die Rahmenbedingung für das Repowering wesentlich verbessern.


Kontakt:

Repowering-InfoBörse
Tel.: 0511/30285-67
Fax: 0511/30285-867
info@repowering-kommunal.de
www.repowering-kommunal.de

Bundesumweltministerium
Referat KI III 3
"Wasserkraft, Windenergie und Netzintegration erneuerbarer Energien"
KIIII3@bmu.bund.de
www.erneuerbare-energien.de

Deutscher Städte- und Gemeindebund DStGB
www.dstgb.de