Stand: August 2009
Leitszenario 2009 - Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland unter Berücksichtigung der europäischen und globalen Entwicklung
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Leitszenario 2009 - Kurzfassung
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Leitszenario 2009 - Gesamtfassung
Innerhalb weniger Jahre ist die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen ein bedeutendes Standbein der Energiebereitstellung in Deutschland geworden. Ihr Anteil betrug 2008 bereits rund 15 % des Bruttostromverbrauchs und 9,5 % des gesamten Endenergieverbrauchs.
Wie sich die erneuerbaren Energien (EE) in der Zukunft entwickeln können, steht im Mittelpunkt der mehrjährigen Untersuchung "Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland unter Berücksichtigung der europäischen und globalen Entwicklung". Sie wird im Auftrag des Bundesumweltministeriums vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) sowie dem Ingenieurbüro für neue Energien (IfnE) durchgeführt. Als erstes Ergebnis dieser Untersuchung liegt jetzt das von Dr. Joachim Nitsch (DLR) unter Mitarbeit von Dr. Bernd Wenzel (IfnE) erstellte "Leitszenario 2009" vor. Es greift im Wesentlichen die Struktur des von Dr. Nitsch im Vorjahr erarbeiteten "Leitszenarios 2008" auf und führt dieses fort, insbesondere durch eine Aktualisierung des in allen Sparten erwarteten EE-Ausbaus.
Das Leitszenario 2009 zeigt dabei, dass das ambitionierte Ziel, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2050 auf etwa 20 % der Emissionen von 1990 zu senken, erreichbar ist. 2020 wird demnach der Beitrag der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch bereits bei 35,2 % liegen; ihr Anteil an der Endenergie wird etwa 20 % betragen. Die im Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) sowie in der aktuellen EE-Richtlinie der EU festgelegten Ausbauziele werden damit erreicht. Bis 2050 kann der Anteil der EE auf rund 54 % (Endenergie) bzw. 84 % (Bruttostromverbrauch) steigen. Säulen dieser Entwicklung sind dabei der weiterhin breit diversifizierte Ausbau der erneuerbaren Energien und deutliche Fortschritte bei der Kraft-Wärme-Kopplung, verbunden mit einer wesentlichen Steigerung der Energieproduktivität auf allen Gebieten. Unter diesen Voraussetzungen kann die Stromerzeugung durch Erneuerbare zu jeder Zeit die schrittweise Reduzierung atomar erzeugten Stroms kompensieren, z. T. sogar deutlich überkompensieren. Gleichzeitig sind allein zwischen 2009 und 2020 Investitionen von etwa 175 Mrd. Euro in Anlagen zur erneuerbaren Wärme- und Stromproduktion zu erwarten.
Ausgehend vom Leitszenario 2009 sollen im weiteren Verlauf der Untersuchung dann Komplexität und Tiefe schrittweise zunehmen. In weiteren Berichten sollen vor allem auch veränderte Annahmen zu wesentlichen Rahmenbedingungen der Studie genauer analysiert werden, etwas bzgl. Effizienzerfolgen oder im Bereich der (Elektro)Mobilität.
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