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Stand: 30.06.2011


Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt

Welche Kosten- und Nutzenwirkungen sind mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) im Strom- und Wärmebereich verbunden? Diese Frage, die die ökonomische Analyse der EE deutlich über die bislang meist dominierende Diskussion ihrer Förderkosten hinaus führt, steht im Mittelpunkt eines mehrjährigen Forschungsvorhabens des Bundesumweltministeriums (BMU). Auftragnehmer sind das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI, Karlsruhe), die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS, Osnabrück), das Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES, Saarbrücken) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin, Berlin).

Die erste Arbeitsphase des Vorhabens wurde im März 2010 mit Vorlage eines umfangreichen Zwischenberichts abgeschlossen. Wesentliches Ergebnis war ein konzeptioneller Rahmen, der eine Gesamtbewertung der Effekte ohne Doppelzählungen oder Lücken ermöglicht. Er teilt die Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien in drei wesentliche Kategorien ein:

  • Systemanalytische Kosten- und Nutzenaspekte umfassen die direkten und indirekten Systemkosten und die Nutzenseite des EE-Ausbaus.
  • Verteilungsaspekte zeigen auf, welche Wirtschaftsakteure oder Gruppen durch die Förderung des EE-Ausbaus belastet oder entlastet werden.
  • Makroökonomische Aspekte weisen schließlich auf makroökonomischer Ebene nationale oder sektorale Wachstumseffekte aus, wie z. B. Auswirkungen auf Bruttoinlandsprodukt und Beschäftigung.

Eine Aggregation einzelner Kosten- und Nutzenwirkungen ist dabei nur innerhalb der oben genannten Kategorien möglich. Daneben wurden weitere, z. T. schwer quantifizierbarer Nutzenwirkungen identifiziert, die bislang eher wenig Beachtung finden.

Der im März 2010 veröffentlichte, ausführliche Zwischenbericht quantifizierte wichtige Kosten- und Nutzengrößen für die Jahr 2007 und 2008. In zwei Kurz-Updates wurden anschließend wichtige Kennzahlen fortgeschrieben, zuletzt im Juni 2011 für das Jahr 2010. Zusätzlich liegt ein kurzes Hintergrundpapier des BMU zur Gesamtthematik vor. Dieses ist auch in englischer Sprache verfügbar, beschränkt sich bislang allerdings noch auf den Datenstand des Jahres 2009. Eine Aktualisierung ist vorgesehen; ebenso die Darstellung möglicher Wirkungen für die Jahre 2020 und 2030.


Studie

Bestandsaufnahme und Bewertung vorliegender Ansätze zur Quantifizierung der Kosten-Nutzen-Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmebereich


Kurz-Update 2009

Kurz-Update der quantifizierten Kosten- und Nutzen-wirkungen für 2009


Hintergrundpapier


Kurz-Update 2010

Update der quantifizierten Kosten- und Nutzenwirkungen für 2010


Bitte beachten Sie auch die Hinweise zum Download.