Aktuelle Informationen: Erneuerbare Energien im Jahr 2020

Im Jahr 2020 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch auf 45,4 Prozent (2019: 42,0 Prozent). Damit erzeugten die erneuerbaren Energieträger in Summe erstmals mehr Strom als alle fossilen Energieträger (Kohle, Gas und Öl) zusammen. Die Windenergie konnte darüber hinaus ihre Position als wichtigster Energieträger im deutschen Strommix ausbauen.

Insgesamt liegt der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bei 45,4 Prozent und damit 3,4 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres (42,0 Prozent). Der Anstieg ist neben einer gestiegenen erneuerbaren Strommenge auch auf den deutlichen Rückgang des Stromverbrauchs (minus vier Prozent) durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurück zu führen.

Die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse lag dabei mit 251,0 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) knapp vier Prozent über dem Niveau des Vorjahres (242,4 Mrd. kWh). Diese positive Entwicklung wurde in etwa zu gleichen Teilen von der Windenergie und der Photovoltaik getragen. Diese beiden Energieträger trugen mit 52 Prozent (Wind) und 20 Prozent (Photovoltaik) im Jahr 2020 auch die größten Anteile zur erneuerbaren Stromerzeugung bei. Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen profitierten dabei von überdurchschnittlich sonnigem Wetter und sehr guten Windverhältnisse in einzelnen Monaten am Anfang des Jahres.

Wärme, Verkehr, Treibhausgasemissionen

Der Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien lag im Jahr 2020 mit insgesamt 179,9 Milliarden Kilowattstunden leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Damit betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte im Jahr 2020 15,2 Prozent (2019 15,0 Prozent). Der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor ist im Jahr 2020 aufgrund von deutlich gestiegenem Einsatz erneuerbarer Energieträger bei gleichzeitig rückläufigem Gesamtkraftstoffverbrauch deutlich auf 7,3 Prozent angestiegen (2019 5,6 Prozent).

Durch die Nutzung erneuerbarer Energien konnten nach Berechnungen des Umweltbundesamts im Jahr 2020 rund 227 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. Davon entfielen 181,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf den Strombereich, 36,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf den Wärme- und 9,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf den Verkehrsbereich.

Informationsangebote rund um das Thema Erneuerbare Energien

Detaillierte Informationen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien (AGEE-Stat) zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland für das laufende Jahr sind mit dem „Monatsbericht zur Entwicklung der erneuerbaren Stromerzeugung und Leistung in Deutschland“ und dem viermal jährlich erscheinenden Quartalsbericht mit aktuellen Zahlen für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr auf den Internetseiten des Umweltbundesamts (UBA) abrufbar.

Weitere Informationen zu den erneuerbaren Energien, wie Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien ab dem Jahr 1990 sowie eine Vielzahl Schaubilder, auch in englischer Sprache, sind auf dem Informationsportal Erneuerbare Energien des BMWi abrufbar.