Aktuelle Informationen: Erneuerbare Energien im Jahr 2021

Im Jahr 2021 ist der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch erstmals seit 1997 nicht weiter angestiegen. Ungünstige Witterungsbedingungen sorgten insbesondere dafür, dass mit Windenergieanlagen deutlich weniger Strom erzeugt werden konnte als im Jahr 2020.

Insgesamt liegt der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bei 41,1 Prozent und damit 4,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (45,2 Prozent). Der Rückgang ist neben der witterungsbedingt geringeren Stromerzeugung aus Windenergieanlagen auch auf den insgesamt wieder angestiegenen Stromverbrauch (plus 2,4 Prozent) in 2021 zurück zu führen.
Die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse lag daher mit 233,6 Terawattstunden (TWh) etwa sieben Prozent unter dem Vorjahreswert (251,1 TWh). Die Windenergie trägt zwar weiterhin mit knapp 49 Prozent den mit Abstand größten Anteil an der gesamten erneuerbaren Stromerzeugung, jedoch sank die Stromproduktion aus Windenergieanlagen um über 18 TWh (minus 14 Prozent). Sie ist damit rechnerisch für den gesamten Rückgang verantwortlich. Alle weiteren Energieträger konnten das Minus der Windenergie nicht kompensieren und verblieben mit kleineren Abweichungen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Wärme, Verkehr, Treibhausgasemissionen

Der Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien lag im Jahr 2021 mit insgesamt 199,4 Terawattstunden deutlich über dem Niveau des Vorjahres (181,7 TWh). Damit betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte im Jahr 2021 16,5 Prozent (2020 15,3 Prozent). Der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor ist im Jahr 2021 auf 6,8 Prozent gesunken (2020 7,6 Prozent). Dieser Rückgang ist im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahr 2020 zu sehen, als die Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote für einen ungewöhnlich starken Anstieg sorgte.

Durch die Nutzung erneuerbarer Energien konnten nach Berechnungen des Umweltbundesamts im Jahr 2021 rund 221 Millionen Tonnen (Mio. t) Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. Davon entfielen 166,7 Mio. t CO2-Äquivalente auf den Strombereich, 44,9 Mio. t CO2-Äquivalente auf den Wärme- und 9,8 Mio. t CO2-Äquivalente auf den Verkehrsbereich.

Informationsangebote rund um das Thema Erneuerbare Energien

Detaillierte Informationen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien (AGEE-Stat) zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland für das laufende Jahr sind mit dem „Monatsbericht zur Entwicklung der erneuerbaren Stromerzeugung und Leistung in Deutschland“ mit aktuellen Zahlen für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr auf den Internetseiten des Umweltbundesamts (UBA) abrufbar.
Weitere Informationen zu den erneuerbaren Energien, wie Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien ab dem Jahr 1990 sowie eine Vielzahl Schaubilder, auch in englischer Sprache, sind auf dem Informationsportal Erneuerbare Energien des BMWK abrufbar.