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27.01.2014

Deutsch-französische Zusammenarbeit in der Energiepolitik vereinbart

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Mitte), Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und die Abteilungsleiterin Europapolitik im BMWi Claudia Dörr-Voß; Quelle: Ministère de l'Economie, des Finances et de l'Industrie
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Mitte), Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und die Abteilungsleiterin Europapolitik im BMWi Claudia Dörr-Voß
© Ministère de l'Economie, des Finances et de l'Industrie
Deutsch-französische Zusammenarbeit in der Energiepolitik vereinbart

Bei einem Besuch in Paris trafen sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble mit dem französischen Finanz- und Wirtschaftsminister Pierre Moscovici. Außerdem nahmen die Bundesminister bei ihrem Besuch in der französischen Hauptstadt bei einer Tagung des Deutsch-Französischen Finanz- und Wirtschaftsrats teil. Ein wichtiges Ergebnis der Gespräche war eine Vereinbarung zu einer verstärkten bilateralen Zusammenarbeit in der Energiepolitik.

Bundesminister Gabriel kündigte an, dass die nationalen Energieagenturen der beiden Länder ein gemeinsames Arbeitsprogramm entwickeln würden. Durch eine enge Zusammenarbeit könnten wichtige Investitionsprojekte vorangebracht werden. Als Kooperationsbereiche nannte Gabriel neben dem Ausbau der Elektrizitätsnetze und möglicher gemeinsamer Industrieprojekte im Bereich der Offshore-Windenergie die Zusammenarbeit bei der Elektromobilität. "Dies ist eine Gelegenheit hier nicht nur Technologie einzusetzen, sondern auch Industriekapazitäten zurückzuholen nach Deutschland und nach Frankreich", so der Bundeswirtschaftsminister.

46. Deutsch-Französischer Finanz- und Wirtschaftsrat

Beim 46. Deutsch-Französischen Finanz- und Wirtschaftsrat am 27. Januar in Paris wurden neben der bilateralen Zusammenarbeit auch die gesamteuropäische Wirtschaft und aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Europa thematisiert. Die Bundesminister tauschten sich zusammen mit Bundesbankpräsident Jens Weidmann sowie mit Pierre Moscovici und Christian Noyer, Banque de France Präsident, über die Lage in der Europäischen Union und das Thema Finanzstabilität im Euroraum aus.

Der Deutsch-französische Finanz- und Wirtschaftsrat wurde 1988 ins Leben gerufen. Er will sowohl zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich als auch zur Vertiefung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion beitragen.

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