Meldung
29.03.2018

Beschäftigungsimpulse durch erneuerbare Energien: Entwicklungen in den Bundesländern

Erneuerbare Energien haben sich als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland etabliert. Eine aktuelle Studie im Auftrag des BMWi untersucht die Impulse auf die Beschäftigung in den Bundesländern im Jahr 2016.

Arbeiter am Windrad - Symbolbild zum Thema Beschäftigungswirkungen im Energiesektor; Quelle: BMWi/Holger Vonderlind
© BMWi/Holger Vonderlind

Erneuerbare Energien haben sich als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland etabliert. Eine aktuelle Studie im Auftrag des BMWi untersucht die Impulse auf die Beschäftigung in den Bundesländern im Jahr 2016. Ermittelt wird zum einen die Anzahl der Beschäftigten in den Erneuerbare-Energien-Branchen. Zum anderen schlüsselt die Studie die Beschäftigung auf nach Energieträgern, wie Windenergie, Bioenergie oder Solarenergie.

Unterschiedliche Trends bei den Energieträgern

Die Beschäftigung durch erneuerbare Energien lag im Jahr 2016 bei 338.500 Personen. Damit verzeichnet die Beschäftigung in der Branche seit Jahren wieder einen leichten Anstieg. Dieser ist vor allem auf die dynamische Entwicklung bei der Windenergie zurückzuführen. Die daraus resultierenden Impulse haben die Effekte aus der Konsolidierung in der Solarenergie-Branche mehr als ausgeglichen. Wie die Studie verdeutlicht, manifestieren sich die unterschiedlichen Entwicklungen bei den verschiedenen Energieträgern auch in der regionalen Verteilung von Beschäftigung.

Höherer Stellenwert in den neuen Bundesländern

Die Untersuchung der Beschäftigung im Verhältnis zur Gesamtbeschäftigung zeigt: In den meisten neuen Bundesländern nimmt die Erneuerbare-Energien-Branche eine hohe Bedeutung ein. In Sachsen-Anhalt waren im Jahr 2016 etwa 27 von 1.000 Beschäftigten in der Branche tätig, ein Dreifaches des Bundesdurchschnitts von 8,6. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 22 und in Brandenburg 19 von 1.000 Beschäftigten.

Die Studie wurde von der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) vorgelegt. Sie ergänzt die vorausgegangene Studie "Ökonomische Indikatoren des Energiesystems", in der neben den Investitionen auch die Beschäftigung in den Bereichen der Energiewirtschaft und ihrer Zulieferer analysiert und dargestellt wird. Die vollständige Studie „Erneuerbar beschäftigt in den Bundesländern – Bericht zur aktualisierten Abschätzung der Bruttobeschäftigung 2016 in den Bundesländern“ ist hier abrufbar.