Pressemitteilung
16.11.2018

IEA Exekutivdirektor Birol stellt den World Energy Outlook 2018 im Beisein von Staatssekretär Bareiß in Berlin vor

Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Dr. Fatih Birol, stellt heute den aktuellen World Energy Outlook (WEO) 2018 der IEA im Rahmen einer Veranstaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vor. Die Veranstaltung in Berlin findet in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Weltenergierat-Deutschland statt.

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß (r.) mit Dr. Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA) (l.)
Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß (r.) mit Dr. Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA) (l.)
© BMWi/Andreas Mertens

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie Thomas Bareiß: "Der World Energy Outlook der IEA führt uns vor Augen, dass die Energiewende – ob national oder weltweit – einer der größten Transformationsprozesse unserer Zeit ist. Sie ist mit großen Herausforderungen für jeden einzelnen von uns verbunden. Wir müssen den klimapolitisch notwendigen Umbau des Energiesystems ökonomisch vernünftig gestalten. Die Energie- und Strompreise müssen für die Verbraucher bezahlbar bleiben. Der WEO beschreibt auch, wie der Stromsektor zurzeit die weitreichendsten Veränderungen in seiner über hundertjährigen Geschichte erlebt. Treiber dieser Entwicklung sind die Kostensenkung bei den Erneuerbare-Energien-Technologien einerseits und die voranschreitende Digitalisierung des Energiesystems andererseits. Dies eröffnet auch enorme technologische Chancen.“

Die IEA geht in dem Bericht ausführlich auf die Entwicklung im Stromsektor ein. Die Bedeutung von Elektrizität bei der Wärmeerzeugung und Mobilität nimmt zu. Die Nachfrage nach Elektrizität, aber auch nach Energie insgesamt, wird weiter steigen. Dabei werden sich die Anteile an der globalen Energienachfrage in den nächsten Jahrzehnten deutlich in Richtung der Schwellenländern Asiens verschieben. Erneuerbare Energien werden insbesondere im Stromsektor langfristig eine tragende Rolle einnehmen. Auch die Nachfrage nach Erdgas wird steigen.

Zur Klimapolitik stellt die IEA fest, dass die energiebedingten CO2-Emissionen 2017 und 2018 wieder gestiegen sind. Die Vorhersagen der IEA zur weiteren Entwicklung mit den derzeit verabschiedeten Maßnahmen der Regierungen weltweit, gehen von einem Anstieg der Emissionen bis 2040 aus. Um die Richtung der künftigen Entwicklung des Energiesystems entscheidend zu beeinflussen, kommt es aus Sicht der IEA auf die Regierungen und ihrem Handeln an. Denn der Großteil der global anstehenden Investitionen in das Energiesystem wird von staatlichen Politiken gelenkt oder beeinflusst.

Der jährlich erscheinende World Energy Outlook der IEA gilt als wichtigste Publikation zur zukünftigen Entwicklung der globalen Energieversorgung. Die im WEO entwickelten Szenarien werden weltweit als Standard für Energieprognosen verwendet. Die Erstveröffentlichung des WEO erfolgte am Dienstag, den 13. November, in London.