Pressemitteilung
06.06.2019

Altmaier: „Energiewende ist eines der größten Modernisierungsprojekte für den Wirtschaftsstandort Deutschland“

Bundeskabinett beschließt zweiten Fortschrittsbericht zur Energiewende

Solarzellen und Windkraftanlagen auf einem Feld.
© Soonthorn - stock.adobe.com

Das Bundeskabinett hat heute den von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegten zweiten Fortschrittsbericht zur Energiewende beschlossen. Dieser gibt einen Überblick über die Umsetzung des Energiekonzepts der Bundesregierung: Wo stehen wir bei der Zielerreichung und wie geht es weiter. Der Fortschrittsbericht ist Teil des 2011 gestarteten Monitoring-Prozesses „Energie der Zukunft“. Dieser Monitoring-Prozess wird durch eine unabhängige Expertenkommission wissenschaftlich begleitet.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Der Fortschrittsbericht zeigt: Wir haben bereits einiges erreicht, ein gutes Stück des Weges liegt aber auch noch vor uns. Eines ist gerade für mich als Wirtschaftsminister klar: Geschäftsmodelle werden in Zukunft nur noch dann erfolgreich sein, wenn sie die Energiewende und den Klimaschutz mitdenken. Hierin liegt eine Herausforderung. Hierin liegt aber auch eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Energiewende ist nicht nur ein zentrales energiepolitisches Projekt, sie ist zugleich eines der größten Modernisierungsprojekte für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Diese Potenziale müssen wir noch besser nutzen und zeigen, dass wir mit Energiewende und Klimaschutz Arbeitsplätze schaffen können. Wir sehen bereits jetzt, dass sich das Wirtschaftswachstum von den Treibhausgasemissionen entkoppelt hat. Während unser BIP stetig gestiegen ist, sind die Treibhausgasemissionen gerade in den letzten beiden Jahren gesunken, in 2018 sogar deutlich. Auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien liegen wir voll auf Zielkurs. Jetzt geht es darum, die Energiewende weiter sicher, bezahlbar und umweltverträglich voran zu bringen.“

Zentrale Ergebnisse des Berichts:

  • Die Treibhausgasemissionen sind im Jahr 2017 leicht und im Jahr 2018 deutlich zurückgegangen. Im Energiebereich sinken die Emissionen kontinuierlich. Mit den Vorhaben im Bereich der Kohleverstromung bis 2030 stehen die Chancen gut, dass die Energiewirtschaft das Sektorziel 2030 erfüllen kann.
  • Der erneuerbare Anteil am Stromverbrauch liegt schon jetzt über dem für 2020 gesetzten Ziel.
  • Deutschlands Stromversorgung ist sicher. Die Energienachfrage in Deutschland ist jederzeit gedeckt.
  • Die Energieeffizienz hat zuletzt deutliche Fortschritte erzielt. Der Energieverbrauch lag ersten Schätzungen zufolge im Jahr 2018 auf dem niedrigsten Stand seit 1972. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, die hoch gesteckten Ziele so schnell wie möglich zu erreichen.
  • Der Verkehrsbereich steht noch am Anfang.

Den Bericht sowie weitere Unterlagen finden Sie hier: