Pressemitteilung
15.12.2022

Habeck und Farrell sprachen über deutsch-australische Zusammenarbeit bei Wasserstoff und Rohstoffen und über Handelsthemen

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und Vizekanzler Robert Habeck und der australische Handelsminister Don Farrell haben sich gestern über zentrale Aspekte der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ausgetauscht.

Schwerpunkte des Gesprächs waren die Zusammenarbeit beim gemeinsamen Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und Rohstoffen sowie die Chancen, die ein Handelsabkommen zwischen der EU und Australien bieten kann.

Bundesminister Habeck: „Deutschland und Australien sind wichtige Partner. Diese Partnerschaft wollen wir mit einer noch engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Wasserstoff und Rohstoffe weiter ausbauen und vertiefen. Auch ein Handelsabkommen zwischen der EU und Australien würde unsere Wirtschaftsbeziehungen weiter stärken sowie deutschen und australischen Unternehmen den Zugang zu zukunftsweisenden Märkten erleichtern. Daher sind die Verhandlungen der EU hier sehr wichtig und ich setze mich für eine baldigen Abschluss der Verhandlungen ein.“

Australiens Handelsminister Farrell: „Australien und Deutschland teilen die Verpflichtung beim Klimawandel und dem Übergang zu Net-Zero entschieden zu handeln. Gegenseitiger Handel wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Wir streben ein Freihandelsabkommen zwischen Australien und der EU an, das umfassendere Klimaziele als alle unsere bisherigen Freihandelsabkommen beinhaltet. Ich freue mich auf die Vertiefung unserer Zusammenarbeit und Partnerschaft bei Wasserstoff und kritischen Rohstoffen. Australiens hochwertige und verantwortlich geführte Infrastruktur zum Abbau von Rohstoffen können die Klimaziele der EU unterstützen, und wir wollen ein Partner erster Wahl sein. "

Vielfältige und widerstandsfähige Handelsbeziehungen mit gleichgesinnten Partnern waren noch nie so wichtig wie heute. Ein ehrgeiziges Handelsabkommen zwischen Australien und der EU würde Zölle und andere Schranken, die unsere Handelsunternehmen und Investoren benachteiligen, verringern oder beseitigen. Es würde den Handel mit Dienstleistungen fördern, insbesondere in innovativen Sektoren wie erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff. Und es würde neue Möglichkeiten für den Austausch von Fähigkeiten und Fachkräften schaffen.

Australien ist für Deutschland und Europa ein wichtiger Partner, mit dem wir grundlegende Werte teilen und seit langem gut und intensiv zusammenarbeiten. Dies zeigt sich auch in der aktuellen geopolitischen Lage. Daran wollen wir anknüpfen und unsere Beziehungen weiter stärken. Wir wollen auch, dass das gemeinsame Abkommen starke Arbeitsnormen unterstützt, Innovationen fördert und unsere Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Herausforderung unserer Volkswirtschaften zu nachhaltigerer Energie und Produktion vertieft.

Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Australien hat sich die letzten Jahre über positiv entwickelt und von den Auswirkungen der Pandemie bereits erholt. So lag der bilaterale Warenhandel 2021 bei 13 Mrd. EUR (DEU Importe aus AUS: ca. 3,1 Mrd. EUR, DEU Exporte nach AUS: ca. 9,9 Mrd. EUR).