Gemeinsame Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen

In einem Pilotvorhaben werden in den Jahren 2018 bis 2020 gemeinsame Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen durchgeführt. Als Grundlage hierfür, hat das Bundeskabinett am 17. Mai 2017 den Entwurf der Mantelverordnung zur Einführung von Ausschreibungen für KWK-Anlagen sowie zur Einführung von gemeinsamen Ausschreibungen von Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen verabschiedet.

Ziel der gemeinsamen Ausschreibungen ist es, Funktionsweise und Wirkungen von technologieübergreifenden Ausschreibungen zu erproben und die Ergebnisse, auch im Vergleich zur technologiespezifischen Ausschreibung, zu evaluieren. Das Pilotvorhaben bedeutet nicht, dass die technologieübergreifenden Ausschreibungen auch nach dem Jahr 2020 fortgeführt werden. Das Ausschreibungsvolumen der gemeinsamen Ausschreibungen beträgt insgesamt 400 Megawatt installierte Leistung pro Jahr. Es wird gleichmäßig auf zwei Gebotstermine jeweils am 1. April und 1. November verteilt.

In der gemeinsamen Ausschreibung wird jedes Gebot mit der sogenannten Verteilernetzkomponente korrigiert. Diese hat die Bundesnetzagentur im Vorfeld für jeden Landkreis ermittelt (siehe www.bundesnetzagentur.de). Dieser „Aufschlag“ wird gegebenenfalls auf den gebotenen Preis addiert. Er beeinflusst die Reihenfolge, in der die Gebote bezuschlagt werden. Bezuschlagte Gebote erhalten aber später ihre gebotenen Preise.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Ausschreibungen:

Ausschreibungen 2018Solar- und Windanlagen
Gebotstermin1. April 20181. November 2018
Anzahl der eingegangen Gebote54
mit Gebotsvolumen395 MW
GebotswerteWind: 5,6 ct/kWh bis 8,76 ct/kWh
PV: 3,96 ct/kWh bis 6,16 ct/kWh
Niedrigster Gebotswert3,96 ct/kWh
Anzahl der bezuschlagten Gebote32
bezuschlagtes Gebotsvolumen210 MW
Niedrigster Zuschlagswert3,96 ct/kWh
Höchster Zuschlagswert5,76 ct/kWh
Durchschnittlicher Zuschlagswert4,67 ct/kWh

Die Gebote für die Solaranlagen lagen bei der ersten Ausschreibungsrunde deutlich niedriger als für die Windkraftanlagen. Jedes Gebot wurde mit der Verteilnetzkomponente korrigiert. Diese Korrektur beeinflusste Ergebnis aber nur in einem Fall. Ohne sie wäre ein weiteres Windkraftgebot bezuschlagt worden.

Detaillierte Informationen zu den gemeinsamen Ausschreibungen finden Sie im Eckpunktepapier (PDF: 67 KB).